Impfungen

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Voraussetzungen einer Impfung


Wesentliche Voraussetzungen für die Impfung sind das Mindestalter (das Immunsystem muß reif genug sein, eine Immunität zu bilden) und ein guter Gesundheitszustand des Impflings. Deshalb sollte, wenn möglich, vor der Impfung eine Entwurmung und ggf. eine Flohbekämpfung durchgeführt werden. Der Tierarzt kontrolliert vor jeder Impfung die Impffähigkeit Ihres Hundes.
Dokumentation einer Impfung

Jeder Hund, der zu ersten Mal geimpft wird bekommt vom Tierarzt einen Impfpaß. Hier wird das neben der Adresse des Besitzers und der Beschreibung des Hundes das Datum der der Impfung, der verwendete Impstoff und die Chargenbezeichnung eingetragen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Gesundheitsbescheinigungen vom Amtstierarzt eintragen zu lassen.

Auf der Vorderseite des Impfpasses wird von vielen Tierärzten der Termin für die nächste Impfung eingetragen. Bewahren Sie den Impfpaß Ihres Hundes sorgfältig auf und legen Sie ihn dem Tierarzt zu jeder Impfung vor !

Häufig bekommen Hunde nach der Tollwutimpfung ein Impfplakette zum Befestigen am Halsband. Diese Plakette dient nur zur Information. Das Dokument ist immer der Impfpaß !
Wenn Sie Ihren Hund ins Ausland mitnehmen müssen Sie den Impfpaß mitführen. Beachten Sie die Reisebestimmungen.


Grundimpfung


die Grundimpfung wird üblicherweise im Alter von 8 - 9 Lebenswochen begonnen. Dabei wird gegen folgende Krankeiten geimpft :


Staupe
Hepatitis (ansteckende Leberentzündung)
Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche)
Parvovirose (Katzenseuche des Hundes)
Zwingerhusten

Etwa 4-5 Wochen später erfolgt die 2. Impfung. Jetzt wird geimpft gegen:

Staupe
Hepatitis (ansteckende Leberentzündung)
Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche)
Parvovirose (Katzenseuche des Hundes)
Zwingerhusten
Tollwut

Wiederholungsimpfungen
Um einen durchgehenden Impfschutz zu gewährleisten, sollte die Impfung sollte bei jedem Hund jährlich wiederholt werden. Dabei sind auch noch die gesetzlichen Bestimmungen im Reiseverkehr zu beachten. Bei der jährlichen Wiederholungsimpfung wird geimpft

Staupe

Die Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion. Das Staupevirus ist eng verwandt mit unserem Masernvirus.
Infizierte Tiere scheiden Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus und stecken damit andere Hunde an. Innerhalb einer Woche nach der Ansteckung bekommen die Hunde Fieber, bevor die eigentliche Krankheit ausbricht. Diese kann sich durch drei sehr unterschiedliche Symptomenkomplexe äußern, die einzeln, aber auch in Kombination auftreten können:
Nervenform: Diese verursacht z.B. Lähmungen, Bewegungsstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder Verhaltensänderungen.
Darmform: Diese äußert sich mit mehr oder weniger heftigem Durchfall und Erbrechen.
Lungenform: Diese kann sich durch einfachen Husten über eitrigen Nasenausfluss bis hin zu einer Lungenentzündung darstellen.
Die Stärke der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und kann bleibende Schäden hinterlassen (Veränderungen an den Zähnen und Fußballen, epileptische Anfälle u.a.) oder gar tödlich enden.
Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.


Hepatitis

(Hepatitis contagiosa canis) (HCC), ansteckende Leberentzündung des Hundes
Die HCC ist eine durch Viren hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung, die besonders Hunde, u. a. aber auch Füchse befallen kann. Hunde infizieren sich meist durch den Kontakt mit anderen Hunden oder deren Körperausscheidungen (Urin, Kot, Speichel). Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, vermehrter Durst und Appetitverlust. In Folge treten Bauchschmerzen auf, die durch den aufgekrümmten Rücken oder durch die starke Berührungsempfindlichkeit hinter dem Rippenbogen deutlich werden können. Auch Erbrechen und Durchfall sind häufige Symptome. Seltener kommen Krämpfe vor. Vor allem bei Welpen verläuft die Erkrankung oft tödlich. Je älter die Tiere werden, desto milder kann die Erkrankung verlaufen.
Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.


Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche)

Die Leptospirose ist eine Erkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen wird, die Leptospiren heißen. Die Ansteckung kann durch den Urin infizierter Hunde erfolgen, aber auch über Ratten an Tümpeln, Seen, Pfützen und feuchten Böden. Die Leptospirose kann Nieren- und/oder Leberschäden hervorrufen, gelegentlich aber auch symptomlos verlaufen. Infizierte Tiere können monate- bis jahrelang hin und wieder Leptospiren über den Urin ausscheiden. Diese Bakterien können auch andere Tiere sowie den Menschen befallen! Der Hund ist jedoch für diese Erkrankung besonders anfällig, deshalb ist eine Impfung gegen Leptospirose besonders wichtig.
Die Impfung muss jährlich wiederholt werden.

Parvovirose (Katzenseuche des Hundes)

Diese Erkrankung ist eine ebenfalls sehr ernstzunehmende Viruserkrankung. Einmal in den Körper gelangt, befallen die Parvoviren vor allem sich schnell teilende Zellen, wie Immun- (Abwehr-)zellen und Darmepithelzellen, und zerstören diese. Die schlimme Folge ist ein sehr starker, oft blutiger Durchfall, häufig in Kombination mit Erbrechen, mit oft tödlichem Ausgang. Bei jungen Welpen in den ersten zwei Lebenswochen werden eher die Herzzellen angegriffen, weshalb es zu plötzlichen Todesfällen kommen kann. Ein großes Problem stellt die monate- bis jahrelange Überlebensfähigkeit der Parvoviren in der Umgebung dar. Die meisten Desinfektionsmittel, Hitze- und Kältebehandlungen sind wirkungslos, so dass die Krankheitserreger mit besonderen Maßnahmen bekämpft werden müssen. Eine Ansteckung kann aufgrund der starken Widerstandsfähigkeit direkt über Artgenossen erfolgen, aber auch einfach durch eine infizierte Umgebung. Bei Katzen existiert im Prinzip die gleiche Erkrankung (Panleukopenie oder Katzenseuche), die entsprechenden Katzenviren sind jedoch für den Hund ungefährlich.
Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.

Zwingerhusten

Meist wir der Zwingerhusten kombiniert mit der Staupeimpfung vorgenommen. V.a. bei bevorstehenden Tierheimaufenthalten kann es aber zusätzlich erforderlich sein, gegen die Bordetellen speziell zu impfen. Dafür steht ein Nasalimpfstpff zur Verfügung, dessen Impfschutz bereits nach 72 Stunden beginnt und ca. 1 Jahr anhält.
Hunde können ab dem Alter von 2 Wochen geimpft werden. Für trächtige Hündinnen ist der Impfstoff unschädlich.

Tollwut

Die Tollwut ist sicher die bekannteste und gefürchtetste unter den beschriebenen Erkrankungen. Alle Säugetiere und Vögel sind gefährdet. Die Tollwut äußert sich durch Gehirnentzündung. Eine Übertragung erfolgt meist mit dem Speichel durch den Biss. Von der Bissstelle aus wandern die Viren an den Nerven entlang Richtung Rückenmark und anschließend zum Gehirn, von dort aus zu den Speicheldrüsen, von denen aus das Unheil wiederum seinen Lauf nimmt..... Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger stark ausgeprägte Stadien, die von Wesensveränderungen über Aggression hin zur Depression mit Lähmungserscheinungen gehen (tierartliche Unterschiede). Die Erkrankung endet meist tödlich, Behandlungsversuche erkrankter Tiere sind gesetzlich verboten. Auch tollwutverdächtige Tiere können getötet werden, es sei den man kann eine gültige Tollwutimpfung nachweisen. Diese darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen.
Die Impfung sollte also jährlich wiederholt werden. Es gibt heute aber auch schon Impfstoffe mit zwei- oder dreijähriger Schutzwirkung.

Zusätzliche Impfungen
unter bestimmten Umständen ist es wichtig Ihren Hund zusätzlich gegen folgende Krankheiten zu impfen. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welche zusätzlichen Impfungen für Ihren Hund in Frage kommen und in welchem Abstand geimpft werden soll.

Grund
Zusätzliche Impfung

Aufenthalt in Pensionen und Zwingern Bordetella

Zeckenexposition
Borreliose

Diese bakterielle Erkrankung ist in ganz Deutschland verbreitet und stellt insofern ein Problem dar, als sie häufig nicht sofort erkannt wird. Der Krankheitsverlauf entwickelt sich oft erst nach Monaten und die Symptome sind leider meist recht unspezifisch (gestörtes Allgemeinbefinden, Fieber, Appetitlosigkeit etc., aber häufig auch Gelenksentzündungen). Wird die Borreliose rechtzeitig erkannt, ist sie gut heilbar. Ansonsten kann sie sich zu einem langwierigen Problem entwickeln.
Eine Impfung gegen einige der verursachenden Borrelienstämme ist möglich, bietet also einen gewissen Schutz vor der Erkrankung Borreliose - einen Zeckenbefall verhindert die Impfung aber nicht!


Sollten Sie einen älteren Hund haben, der noch nicht geimpft ist, ist es nicht zu spät auch ihn impfen zu lassen. Beachten Sie bitte, daß die Grundimmunisierung auch bei älteren Tieren zum Erreichen einer ausreichenden Schutzwirkung notwendig ist.




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