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Auf dieser Seite findet Ihr : Adipositas/Fettleibigkeit - Addison Krankheit - Askariden - Cushing Syndrom - Colitis - Distichiasis/Doppelbewimperung - Hodenentzündung - Hypothyreose - Pymetra - Schilddrüsenerkrankungen - Sebadenitis - Spondylose - Staupe - Zuerkrankheit

 

Adipositas / Fettleibigkeit

Adipositas/Fettleibigkeit Unter Adipositas versteht man eine generalisierte Vermehrung des Fettgewebes infolge positiver Energiebilanz. Mögliche Ursachen: übermäßige Nahrungsaufnahme als psychosomatisches Symptom, Stoffwechselerkrankungen (CUSHING-Syndrom) Bei übermäßiger Zufuhr von Nahrungsfett u. Fettsäuren kommt es zu Leberzellverfettung, Fettleber sowie sekundären Fettstoffwechselstörungen, Herzinsuffizienz

Addison - Krankheit

Die Addison-Krankheit ist eine hormonelle Erkrankung der Nebennierenrinde, bei der es aufgrund von mangelnder oder unzureichender Produktion von lebenswichtigen Hormonen zu gravierenden Symptomen kommt.

Unbehandelt verläuft diese Erkrankung tödlich, da der Körper nicht in der Lage ist den Hormonmangel eigenständig zu kompensieren. Betroffen sind hierbei alle Hormone die in der NNR gebildet werden v.a. aber die Mineral- und Glukokortikoide, also die Hormone, die für den Flüssigkeits, Mineral- und Energiestoffwechsel des Körpers zuständig sind.

Die Erkrankung tritt bei Hunden relativ selten auf, vorwiegend bei größeren Rasse. Sie ist nicht unbedingt eine Alterserkankung d.h. weit häufiger betrifft es Hunde die jünger sind – bevorzugt scheinen weibliche Tiere betroffen zu sein. Die Addison-Krankheit ist nicht heilbar und bedeutet für das Tier eine lebenslange Hormonersatztherapie durch Medikamente, gut eingestellt können betroffene Tiere aber ein weitgehend normales Leben führen.

Benannt wurde diese Erkrankung nach dem englischem Arzt Thomas Addison, der die Symptome als Erster beschrieb. Weitere Bezeichnungen sind Hypokortizismus (Hypo=Unter...; Korti von Cortex=Rinde) oder Hypoadrenokortizismus.

Pathophysiologie Addison-Krankheit

Im Gegensatz zum Cushing-Syndrom liegt bei der Addison-Krankheit eine mangelnde Ausschüttung der NNR-Hormone vor d.h. Mineral- und Glukokortikoide werden nicht oder nur in unzureichenden Mengen in die Blutbahn abgegeben. Damit fehlen dem Körper wichtige Hormone die v.a. im Bereich des Wasser- und Elektrolythaushaltes, aber auch in der Stressbewältigung benötigt werden.

Das Fehlen der Mineralkortikoide, insbesondere des Hormons Aldosteron führt zu starken Wasserverlusten, hinzu kommt ein vermehrtes Ausscheiden von Natrium welches unter normalen Umständen Wasser im Körper zurück halten soll.

Der Körper verliert lebenswichtige Flüssigkeit und dies macht sich auch in der im Körper zirkulierenden Blutmenge bemerkbar. Damit Körperfunktionen reibungslos ablaufen können ist dieser aber auf ein entsprechendes Blutvolumen angewiesen, wodurch es zu Herz- und Leberfunktionsstörungen kommen kann. Hinzu kommt, das der Körper nun vermehrt Kalium zurückbehält – Aldosteron sorgt nämlich dafür, das dieses über die Nieren ausgeschieden wird. Kalium ist zwar ein essentieller Mineralstoff und wird für die Muskelkontraktion benötigt, hat aber in Überschuss negative Auswirkungen auf den Körper v.a. des Herzens.


Bei den Glukokortikoiden ist es besonders das Hormon Cortisol desssen Mangel durch die Erkrankung zu massiven Störungen im Organismus führt.

Dieses Hormon regelt den Energiehaushalt des Körpers, es ist in der Lage, in sehr schneller Zeit Glucose bereit zu stellen – dieser dient dem Körper als wichtiger Energielieferant besonders in Phasen erhöhten Bedarfes z.B. bei Stress. Aber Cortisol hat noch andere wichtige Aufgaben, so wirkt es u.a. entzündungshemmend indem es in das Immunsystem eingreift, es ist an der Regulation des Herz-Kreislaufsystems beteiligt, reguliert den Knochenabbau u.v.m.

Über die Hormonsteuerung v.a. der Glukokortikoide kannst Du unter Cushing-Syndrom mehr erfahren.

Ursache / Entstehung Addison-Krankheit

Das Unvermögen der Nebennierenrinde ausreichend Hormone zu produzieren kann verschiedene Ursachen haben.

Die primäre Form hat ihren Ursprung in der Nebennierenrinde selbst, in diesem Fall kommt es zu einer Zerstörung der hormonproduzierenden Zellen.

Grund für diese Zerstörung ist wohl in den häufigsten Fällen ein Autoimmunprozess, also ein Vorgang, bei der der Körper gegen seine eigenen Zellen vorgeht und diese zerstört. Die Symptome treten im späteren Verlauf dieses Prozesses auf, erst wenn ein Großteil der Zellen zerstört sind (80-90%) kommt es zu sichtbaren und auffälligen Symptomen. Aber auch andere Erkrankungen können zu einer Zerstörung der Zellen führen z.B. Infektionen oder Tumore.

Von einer sekundären Form spricht man, wenn die Ursache nicht in der Nebenniere selbst, sondern in den übergeordneten Regelmechanismen zu finden ist.

Dies trifft v.a. auf Tumore, Entzündungen oder schweren Verletzungen im Bereich des Hypothalamus/Hypophyse zu. Diese im Gehirn befindliche Hormondrüse produziert das Hormon ACTH, welches stimulierend auf die Bildung von Glukokortikoiden in der NNR wirkt. Die Bildung der Mineralkortikoide ist davon nicht betroffen.

Eine weitere Form der Addison-Krankheit ist die iatrogene Form. Iatrogen bedeutet in diesem Fall soviel wie „von außen zugefügt“. So können langandauernde Cortisongaben dazu führen, das die körpereigene Hormonproduktion von Cortisol unterdrückt wird. Als Folge können sich die Zellen der NNR die dieses Hormon bilden zurückbilden.

Setzt man die Cortisonbehandlung plötzlich ab, kann es zu Symptomen der Addison-Krankheit kommen. In diesem Fall kann der Körper nicht schnell genug mit eigener Hormonproduktion reagieren, der Organismus verfällt in einen akuten Hormonmangelzustand der lebensbedrohlich sein kann, sie sog. Addison-Krise.

Oft kann es monatelang dauern bis sich die Zelle der NNR nach einer Cortisontherapie wieder völlig regeneriert haben, aus diesem Grund sollten Cortisontherapien langsam ausgeschlichen werden und das Tier möglichst wenig Stress ausgesetzt werden

Symptome Addison-Krankheit

Da die Erkrankung sich langsam entwickelt, werden die Symptome oft nicht auf das Vorliegen einer Addison-Krankheit bezogen. Sie sind sehr unspezifisch und können sich über Jahre hinweg hinziehen. Nicht selten bleibt deshalb diese Erkrankung lange Zeit unentdeckt und erst eine wirklich lebensbedrohliche Addison-Krise bringt sie ans Licht.

Folgende Symptome können sporadisch, dann immer häufiger auftreten

  • wechselhafter Appetit
  • Erbrechen
  • Durchfälle und/oder blutigem Stuhlgang
  • Gewichtsverlust
  • Bauchschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Muskelzittern
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Teilnahmslosigkeit
  • vermehrtes Trinken
  • vermehrtes Urinieren

Auffallend kann sein, das sich die Symptome verschlechtern oder immer dann eintreten wenn der Hund unter einer Stressbelastung steht. Mit Stress ist dabei nicht nur der der psychische gemeint, sondern auch andere besondere Belastungen wie Erkrankungen, ein ganz normaler Durchfall kann für den Körper dabei schon eine enorme Belastung darstellen. Häufig werden bei den oben genannten Krankheitsbildern zur Behandlung Cortisonpräparate eingesetzt und die Symptome bessern sich. Der Grund ist einfach, durch die Therapie wird dem Hund unbewusst das gegeben, was ihm durch die eigentliche Erkrankung fehlt v.a. die fehlenden Glukokortikoide. Setzt man die Therapie aber ab, kommt es schnell wieder zu einer Verschlechterung.

Wirklich lebensbedrohlich wird es für den Hund im Endstadium der Erkrankung, oder aber, wenn in die sich langsam entwickelnde Phase ein akutes Krankheitsgeschehen fällt. Nicht selten ist es gerade dieser Zustand der letztendlich auf die Diagnose Addison-Krankheit führt, leider zu einem Zeitpunkt, in der es für den Hund wirklich um Leben und Tod geht. Dieser Zustand wird als Addison-Krise bezeichnet die einem Schockzustand gleichkommt.

  • Apathie
  • Appetitlosigkeit
  • Schwäche bis hin zum Kollaps
  • massive Dehydration – angehobene Hautfalte verstreicht nicht, Schleimhäute erscheinen trocken
  • Schocksymptome wie Untertemperatur, blasse Schleimhäute, schwacher Puls, schnelle Atmung, bläuliche Zunge, erhöhte Kappilarfüllungszeit, kalte Extremitäten. Leise Herzgeräusche

Hunde mit einer Addison-Krise sind absolute Notfälle, oft ist der Zustand so gravierend, das dem Tierarzt nichts anderes übrig bleibt als auf Verdacht zu behandeln, da das warten auf die Laborergebnisse zu lange dauern würde

Diagnostik der Addison-Krankheit

Die Addison-Krankheit hat keine typischen Symptome, jedes der oben genannten könnte auch auf eine andere Erkrankung zurückzuführen sein, es ist deshalb nötig das der Hund sich bei Verdacht weiteren Untersuchungen unterzieht.

Auch hier dienen zu Diagnostik Blut- und Urinuntersuchungen, Röntgen und zusätzlich EKG. Bestimmt werden v.a. allgemeine Parameter wie Kalium, Natrium, Hämatokrit u.a.

Zur sicheren Diagnose benötigt man außerdem den Wert des Hormons ACTH und Cortisol, auch hier kommt dabei der ACTH-Stimulationstest zum Einsatz - sie dazu Cushing Syndrom.

Nicht selten tritt die Addison-Erkrankung mit einer Unterfunktion der Schilddrüse auf (Hypothyreose) auch andere hormonelle Erkrankungen als Begleiterscheinung sind möglich. Zum Thema Schilddrüsenerkrankungen

Therapie der Addison-Krankheit

Befindet sich der Hund in einer akuten und lebensbedrohlichen Krise, muss dieser sofort einer Infusionstherapie unterzogen werden. Bei einer akuten Addison-Krise wird der Tierarzt auf Verdacht hin behandeln müssen!

Für den Hund bedeutet die Addison-Krankheit eine lebenslange Therapie mit den Stoffen, die sein Körper nicht mehr selbst herstellen kann.. Dies geschieht durch die Verabreichung von Gluko- und Mineralkortikoiden deren Dosierung individuell erfolgt und ständig überprüft werden sollte. Während der Einstellungsphase und auch nach einer akuten Krise sollte der Hund so wenig Stress wie möglich ausgesetzt sein. Bei manchen Patienten kann eine zusätzliche Natriumversorgung über das Futter notwendig sein, denn Natrium und Wasser werden bei der Addison-Krankheit vermehrt vom Körper wieder ausgeschieden. Hierzu wie auch über die richtige Medikamenteneingabe sollte man sich unbedingt bei seinem Tierarzt informieren.

Was kann der Besitzer tun

Im Falle einer gesicherten Diagnose ist die Beobachtungsgabe des Besitzers von enormer Wichtigkeit. Verletzungen, Stress oder andere Erkrankungen können dazu führen, das die Medikamentendosis kurzfristig angepasst werden muss, treten Veränderungen auf sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden um eine akute Addison-Krise zu vermeiden. Trotz dieser doch sehr schweren Erkrankung kann der Hund ein weitgehend normales Leben führen, wichtig dabei ist die regelmäßige Medikamenteneingabe.


Askariden

Askariden [Toxocara canis]
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Cushing Syndrom

Einführung

Beim Cushing Syndrom, auch bezeichnet als Hyperkortisolismus oder Hyperadrenokortizismus, handelt es sich um eine hormonell bedingte Erkrankung, ausgelöst durch eine chronische Überproduktion des Hormons Cortisol, welches als körpereigenes Hormon in den Nebennieren gebildet wird.

Diese Erkrankung gehört, neben dem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), zu den häufigsten hormonell bedingten Erkrankungen des Hundes. Durch den starken und vielfältigen Einfluss des Cortisols auf nahezu alle Körpergewebe bleiben die Symptome nicht auf ein Organ beschränkt, sondern erfassen eine ganze Reihe von Körperfunktionen, entsprechend können eine Reihe von Symptomen auftreten.

Ihren Namen erhielt diese Krankheit durch ihren Entdecker, einem amerikanischen Neurochirurgen (H. Cushing 1896 – 1939)

Pathophysiologie des Cushing-Syndroms

Beim Cushing Syndrom handelt es sich um eine Fehlsteuerung des Hormons Cortisol, welches in den Nebennieren gebildet werden. Unterschiedliche Ursachen führen zu einer vermehrten Ausschüttung des Hormons in die Blutbahn.

Die Nebennieren befinden sich direkt an den Nieren, trotz ihrer nahen anatomischen Lage haben diese zwei Organe aber nur wenig miteinander gemeinsam, denn ihre Aufgaben sind im Grunde völlig unterschiedlich. Dennoch sind beide für den Körper lebenswichtig, ihr Ausfall würde den Tod bedeuteten. Die Nebennieren produzieren Hormone, fällt diese aus, können Hormonmangelzustände auftreten, die für den Organismus tödlich enden können (Addison-Krankheit). Beim Cushing Syndrom handelt es sich nicht um ein Versagen der Nebennieren bzw. ein Ausbleiben der Hormonproduktion, sondern um eine gesteigerte Synthese der Hormone.

Beim Aufbau der Nebennieren unterscheidet man die Nebenniererinde (NNR) und das Nebennierenmark (NNM), beide produzieren unterschiedliche Hormone, für das Cushing Syndrom relevant ist v.a. die NNR, denn hier werden die sogenannten Mineralkortikoide, Glukokortikoide und Sexualhormone gebildet.

Hormone der NN

Mineralkortikoide

Hierunter versteht man Hormone, die in den Mineral- und Wasserhaushalt des Körpers eingreifen. Durch ein kompliziertes System steuern die Mineralkortikoide den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des Körpers, indem sie komplexe Funktionen im Körper auslösen. Das bekannteste Hormon in dieser Gruppe ist das Aldosteron. Als eine Art Dursthormon sorgt es dafür, das der Körper nicht austrocknet.

Sexualhormone

In geringem Umfang werden in der NNR auch Geschlechtshormone gebildet, wie z.B. das männliche Hormon Testosteron oder Androstendion, aber auch weibliche Hormone wie Östrogen und Progesteron.

Glukokortikoide

Die Gruppe der Glukokortikoide ist besonders wichtig, sie wirken v.a. auf den Kohlenhydrat, - Fett, - und Eiweißstoffwechsel des Körpers und werden vom Organismus außerdem bei der Stressbewältigung benötigt. Die wichtigsten Hormone dieser Art, sind das Cortisol und das Cortison.

Glukokortikoide sind für den Körper lebenswichtig, sie wirken entzündungshemmend und haben u.a. einen antiallergischen Effekt. Insbesondere das Cortisol wird benötigt, wenn es darum geht den Organismus auf ein längerfristiges stressreiches Leben einzustellen. Seine Wirkung zielt darauf ab, aus Proteinen Glucose herzustellen. Gerade unter Bedingungen des Stresses hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Blutzucker – Cortisol, aber auch das Adrenalin aus dem NNM sind in gewisser Weise die Alarmhormone die eingreifen.

Hormonsteuerung

Die Steuerung der Hormone d.h. wann welche und wie viele Hormone aus den Nebennieren ausgeschüttet werden, erfolgt über einen übergeordneten Mechanismus der sich im Gehirn befindet – dem Hypothalamus-Hypophysen-Komplex. Wie bei vielen anderen hormonellen Vorgängen auch, dient dieser Komplex der Steuerung als übergeordnete Zentrale. So wird Stress zunächst vom Gehirn registriert, welches dann verschiedene Stoffe aussendet, die wiederum den Befehl zu Hormonproduktion geben.

Im Fall des Cushing Syndrom bzw. der Funktion der Nebennieren sind dies Hormone aus dem Hypothalamus, diese wirken auf die Hypophyse – die dann ACTH (Adrenocortikotropes Hormon) ausschütten. Dieses ACTH veranlasst auf dem Blutweg die Freisetzung von Glukokortikoiden (u.a. Cortisol) aus der Nebenniere. Die Ausschüttung von Mineralkortikoiden erfolgt allerdings weitgehend unahbänig von der ACTH-Ausschüttung, es unterliegt weitgehend dem Renin-Angiotensin-System.

Ursache / Entstehung des Cushing-Syndroms

Grund für die Entstehung des Cushing Syndroms ist eine Überproduktion des Hormons Cortisol über einen längeren Zeitraum. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, wie bereits weiter oben beschrieben, kann die Störung sowohl in der übergeordneten Steuerungszentrale Hypophyse, als auch in der Nebenniere selbst vorliegen.

Beim Hund ist die häufigste Ursache eine tumoröse Veränderung der Hypophyse – diese Form wird als hypophysäres Cushing Syndrom bezeichnet (ca. 80-90% der Fälle).

Hierbei wird in der Hypophyse zuviel ACTH produziert, dieses Hormon wirkt aber stimulierend auf die Ausschüttung von Cortisol aus den Nebennieren. Als Folge der gesteigerten ACTH-Produktion beginnt nun die NNR vermehrt Cortisol freizusetzen, der Hormonspiegel im Blut steigt.

Unter normalen Umständen bewirkt ein entsprechend hoher Cortisolspiegel im Blut eine Rückkopplung d.h. die ACTH Produktion wird eingestellt, der Cortisolspiegel sinkt wieder - bei dieser Form bleibt dieser Effekt allerdings aus.

Seltener liegt die Störung in der Nebennierenrinde selbst vor, in diesen Fällen liegt dann meist ein Nebennierentumor vor. Diese Tumore produzieren selbstständig vermehrt Cortisol, unabhängig von der oberen Steuerungszentrale Hypophyse

Als iatrogenes Cushing Syndrom wird ein erhöhter Cortisolspiegel infolge langer und hochdosierter Cortisonbehandlungen bezeichnet.

In diesen Fällen ist das Cushing Syndrom eine Nebenwirkung auf eine „künstliche“ Cortisontherapie z.B. durch Spritzen, Salben oder Tabletten anzusehen. Wann ein Hund mit entsprechenden Symptomen reagiert und ob überhaupt ist individuell sehr verschieden. In bezug auf eine Cortisontherapie ist eine andere Erkrankung aber ebenfalls erwähnenswert, die schon bereits genannte Addison-Krankheit. Wird Cortison von außen zugeführt, so besteht für den Organismus kein Grund mehr selbst ausreichende Mengen an diesem Hormon zu produzieren, die Folge ist ein Zurückbilden der hormonproduzierenden Zellen der NNR. Wird nun die Cortisontherapie zu schnell abgesetzt, kann der Organismus auf diesen Entzug nicht schnell genug reagieren und fällt in eine Art Hormonmangelkrise – die Addison-Krankheit bzw. Addison-Krise. Da es verschiedene Cortisonpräparate auf dem Markt gibt, muss der Tierarzt im Einzelfall entscheiden ob ein langsames Ausschleichen der Therapie nötig ist.

Symptome des Cushing-Syndroms

Da die Glukokortikoide in nahezu allen Geweben und Organen ihre Wirkung entfalten, gestaltet sich das Krankheitsbild vielfältig. Allerdings treten die Symptome oft allmählich auf und da das Cushing Syndrom v.a. (aber nicht ausschließlich) eine Erkrankung von älteren Hunden ist, werden Veränderungen oft fälschlicherweise als „normale“ Folge des Alterns interpretiert.

Folgende Symptome können auftreten

  • vermehrtes Trinkbedürfniss (Polydipsie)
  • gesteigerter Urinabsatz (Polyurie)
  • Muskelschwund
  • Umverteilung der Körperproportionen; während sich vermehrt Fett im Rumpfbereich ansammelt, erscheinen die Extremitäten durch den auftretenden Muskelschwund dünn
  • Entwicklung eines Hängebauches
  • gesteigerter Appetit
  • vermehrtes Hecheln

Auswirkungen auf den Sexualzyklus

  • ausbleiben der Läufigkeit oder verzögerte Läufigkeit
  • bei Rüden Hodenatrophie

Im Bereich von Haut- und Haarkleid kann es zu folgenden Veränderungen kommen, diese treten oft erst einige Zeit nach den ersten Symptomen wie Polydipsie oder Polyurie auf.

  • Haarausfall als Folge des herabgesetzten Haarwachstums
  • insgesamt schütteres und dünnes Fell
  • Änderungen in der Fellfarbe, oft starke weißliche Veränderungen
  • dünne Haut – Blutgefäße werden sichtbar, die Haut ist trocken
  • schlechte Wundheilung
  • die Haut ist anfällig für Infektionen aller Art
  • vermehrte Pigmenteinlagerungen, oft Schwarzfärbung der Haut
  • verstopfte Talgdrüsen

Auswirkungen auf den Gesamtorganismus

  • viele Hunde erkranken in Folge an einem Diabetes mellitus
  • die erhöhten Glukokortikoidwerte können zu einer Osteoporose führen, damit verbunden die steigende Gefahr von Knochenbrüchen
  • insgesammt steigt die Infektanfälligkeit

Diagnostik des Cushing Syndroms

Oft liefern die Symptome einen ersten Hinweis auf das vorliegen eines Cushing Syndroms. Dennoch ist es mehr als sinnvoll durch weitere Testmethoden diesen Verdacht zu bestätigen oder gar zu wiederlegen.

Die Behandlung des Cushing Syndroms ist nicht ohne Risiko und dazu nicht sehr billig, wenn auch letzteres für den Hundebesitzer wohl eher eine untergeordnete Rolle spielt. Eine sichere Diagnose ist nicht nur aus der Verantwortung heraus unbedingt nötig, sondern auch sinnvoll, da diese die Ursache der Fehlsteuerung ans Licht bringt. Je nach Sitz der Störung (Hypophyse oder NNR) wird auch die Therapie ausfallen.

Zunächst wird der Tierarzt anhand der vorliegenden Symptome eine Verdachtsdiagnose stellen und diese dann durch eine Reihe von Blut- und Urintests überprüfen. Zur weiteren Diagnostik werden Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen ggf. auch ein CT oder MRT nötig sein. Diese Untersuchungen dienen u.a. dem Auffinden von Tumoren, geben aber auch Aufschluss auf den Zustand anderer Organe, die bei einem Cushing Syndrom in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Einfache Blutuntersuchungen

Cortisolbestimmung im Blut

Untersucht werden neben normalen Parametern v.a. die Hormonkonzentration des Cortisols im Blut.

Leider ist eine einmalige Blutentnahme zur Absicherung der Diagnose oft nicht ausreichend. Das Hormon Cortisol, welches bei einem Cushing Syndrom in erhöhten Werten im Blut vorkommt, ist wie oben beschrieben abhängig von Hormon ACTH aus der Hypophyse. Dieses ACTH unterliegt tageszeitlichen Schwankungen und wird stark beeinflusst durch Stressfaktoren die auf den Organismus einwirken. Stress führt zu einem Anstieg von ACTH, dieser wiederum führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Cortisol – die Werte im Blut steigen an. Aus diesem Grund ist eine Blutentnahme möglichst morgens durchzuführen – zu diesem Zeitpunkt unterliegt der Körper dem geringsten Stress bzw. steht noch am Anfang der Tagesstresskurve.

Zur sicheren Diagnose ist die alleinige Bestimmung von Cortisol nicht geeignet!

ACTH-Bestimmung im Blut

Eine weitere Möglichkeit ist die Bestimmung des Hormons ACTH im Blut welches in der Hypophyse gebildet wird, aufgrund der tageszeitlichen Schwankungen (s. Cortisol) sollte die Blutentnahme morgens erfolgen. ACTH stimuliert die Cortisolausschüttung in den NNR und führt somit zu einem Anstieg der Cortisolwerte im Blut. Ist der ACTH-Wert normal bis erniedrigt, der Cortisol-Wert aber erhöht, so liegt die Störung sehr wahrscheinlich in der NNR selbst (Tumore). Dagegen deuten erhöhte ACTH Werte (und damit verbunden erhöhte Cortisol-Werte) auf eine Störung der Hypophyse (Tumore die unkontrolliert ACTH ausschütten)

Die Bestimmung ist zwar sinnvoll, aber sehr aufwändig, so müssen die Blutproben bis zur Bestimmung eingefroren werden. Da die meisten Tierarztpraxen solche Untersuchungen nicht selbst durchführen, sondern an spezielle Labore versenden, kann es hier zu Problemen kommen.

Spezielle Blutuntersuchungen

Neben diesen „einfachen“ Testmethoden, bei denen dem Hund einmalig Blut entnommen wird, gibt es zu sicheren Abklärung sogenannte Stimulations- bzw. Suppressionstests. Hier werden dem Hund verschiedene Substanzen verabreicht, die zu einer gehemmten bzw. gesteigerten Hormonproduktion führen. Aus der Physiologie des hormonellen Regelkreises lassen sich die Testergebnisse gut dazu verwenden, die Ursache der Störung zu finden.

ACTH-Stimulationstest

Bei diesem Test wird dem Hund zunächst Blut zur Bestimmung des Cortisol-Wertes entnommen (basales Cortisol). Anschließend erhält der Hund eine Injektion mit dem Hormon ACTH. Das Prinzip welches dahinter steckt ist, dass tumorös veränderte Zellen der NNR sehr viel stärker auf diese ACTH-Injektion mit einer Cortisol-Ausschüttung reagieren als derer von gesunden Hunden.

Um dies zu erfassen, erfolgt nach ca. 1 Stunde eine 2. Blutentnahme. Überschreitet der Cortisolwert einen bestimmten Grenzwert, spricht dies für ein Cushing Syndrom.

Diese Untersuchung gibt keinen Hinweis auf die Ursache des Cushing Syndroms!

Dexamethason-Suppressionstests

Beim Dexamethason-Suppressionstest wird dem Hund zunächst Blut zur Bestimmung des basalen Cortisol-Wertes entnommen. Das Prinzip ist ähnlich wie dem des ACTH-Stimulationstests, dem Hund wird eine niedrig dosierte Dexamethason-Gabe (ein synthetisches Cortisonpräparat) injiziert. Dexamethason wirkt auf die übergeordneten Regelzentren und hemmt die Ausschüttung von ACTH. Um die Reaktion der NNR auf diese Dexamethasongabe zu erfassen, wird dem Hund 4 und 8 Stunden nach der Injektion erneut Blut entnommen und der Cortisolspiegel ermittelt.

Bei gesunden Hunden – mit normalen Regelkreisfunktionen – fehlt durch die ACTH Ausschüttung (die ja durch die Dexamethasongabe ausgeschaltet wurde) die stimulierende Wirkung auf die Cortisol-Ausschüttung in den NNR. Der Cortisolwert im Blut müsste demnach sinken.

Bei Hunden mit Cushing Syndrom kann man mit dieser zweimaligen Abnahme nicht nur die Diagnose sichern, sondern erhält auch einen Hinweis auf den Sitz der Störung. Das Dexamethason wirkt in den ersten Stunden nach Injektion hemmend auf die ACTH Ausschüttung, fällt der Wert des Cortisols nach 4 Stunden also niedrig aus, liegt die Störung sehr wahrscheinlich in der Hypophyse (Tumore). Bleibt dieser Effekt aus, reagiert die erkrankte NNR nicht, sie produziert trotz fehlender ACTH Ausschüttung weiter ihr Hormon und gibt dieses in das Blut ab – der Cortisolwert steigt oder bleibt weiter sehr hoch., die Ursache wird somit in der NNR zu finden sein.

Diese Untersuchung ist zwar aufwendig, aber sie kann einen ersten Hinweis auf die Ursache des Cushing Syndrom liefern!

Therapie des Cushing Syndroms

Welche Behandlung eingesetzt wird, hängt von der Ursache ab.

Bei Tumoren der Nebennierenrinde ist eine chirurgische Entfernung möglich, ob diese durchführbar ist muss im Einzelfall entschieden werden. Insbesondere sollte abgeklärt werden, ob es bei bösartigen Tumoren bereits zu einer Metastasenbildung gekommen sein könnte. Tumore in der Hypophyse sind leider chirurgisch nicht oder nur sehr schwer zu entfernen, da diese meist sehr klein und schwer zugänglich sind.

Wie in der Humanmedizin auch, ist bei Tumorerkrankungen eine Strahlentherapie möglich. Diese wird nur von Spezialkliniken durchgeführt, mit dem Ziel, die Zerstörung des Tumors zu erzielen.

Die häufigste Therapie stellt derzeit aber die medikamentöse Behandlung da. Hierbei kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz die sich in ihrer Wirkung zwar unterscheiden, aber alle zum Ziel haben die übermäßige Hormonproduktion einzudämmen. Erreicht wird dieses durch den Einsatz von Präparaten, die die hormonproduzierenden Zellen der NNR zerstören (z.B. Lysodren) oder aber in die Hormonproduktion eingreifen, indem sie ein Enzym blockieren welches zur Herstellung von Cortisol benötigt wird (z.B. Vetoryl oder Modrenal).

Beide Therapien bewirken im Falle eines hypophysären Tumors nicht das Verschwinden des Tumors, dieser bleibt weiterhin bestehen und gibt durch die ständige Produktion von ACTH weiterhin den Befehl Cortisol zu produzieren. Durch die Zerstörung bzw. die Hemmung der Cortisolproduktion aufgrund der Medikamente aber, kann die NNR nicht mehr reagieren und der Cortisolwert im Blut fällt.

Therapiekontrolle

Ein Hund mit Cushing Syndrom sollte so schnell wie möglich einer Therapie unterzogen werden, die Auswirkungen von überhöhten Cortisol auf den Gesamtorganismus ist so gravierend, das sie potentiell für das Tier lebensbedrohlich werden kann.

Neben der aufwändigen Diagnose stellt die Therapie für den Besitzer eine ganz besondere Aufgabe da, jede Behandlung muss vom Tierarzt engmaschig kontrolliert und in ihrer Wirkung ständig überprüft werden, meist für den Rest des Lebens. Diese Kontrollen sind wie die Therapie selber lebensnotwendig, denn sinkt der Cortisolspiegel durch die Medikamente zu stark ab, kann es zu einer lebensbedrohlichen Unterversorgung durch das Hormon kommen (Addison-Krankheit) die ebenfalls tödlich enden kann.

Colitis

Unter Colitis versteht man eine akute oder wiederkehrende (chronische) Entzündung der Dickdarmschleimhaut.
Mögliche Ursachen: Bakterienbefall durch Salmonellen, Staphylokokken, Viren, E.Colibakterien
Ferner: Parasitenbefall (Amöbenruhr), Vergiftungen durch Pestizide, mechanische Reizung durch Fremdkörper im Darm Symptome: Fieber, krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall, in schweren Fällen ferner Flüssigkeitsverluste (Elektrolytverlust), Kreislaufschwäche

Distichiasis

[Distichiasis]"Doppelbewimperung" bei vielen Rassen.
Durch die Verdopplung einer gegen den Augapfel gerichteten Wimperreihe, oder einzelner Wimpern, entsteht eine ständige Reizung der Hornhaut und der Bindehäute.
Die Härchen müssen vom Tierarzt mittels Elektroepilation entfernt werden.
In schweren Fällen kann auch das Entfernen eines Stückes des Lidrandes nötig sein.

Hodenentzündung

Bei der Hodenentzündung kommt es zur ein- oder beidseitigen Vergrößerung und Verhärtung des Hoden.
Auslöser sind Bakterien, die sich schnell über die Blutbahn im gesamten Körper verteilen können.
Wird der Rüde nicht fachgerecht behandelt, können diese Erreger durch Deckinfektionen auch zu Fruchtbarkeitsstörungen bei der Hündin führen
.

Hypothyreose

Die Hypothyreose ist eine Erkrankung bei Hunden, die bei erwachsenen Tieren in jedem Lebensalter auftreten kann. Hervorgerufen wird sie durch einen langsam fortschreitenden Funktionsverlust der Schilddrüse. Die Schilddrüse ist der Ort für die Herstellung und Bevorratung von Schilddrüsenhormonen. Diese Hormone sind unverzichtbar für viele normale Funktionen des Körpers. Schilddrüsenhormone erhöhen den Grundumsatz und die Aktivität des Organismus.

In den meisten Fällen wissen wir nicht, was für die Störung der Schilddrüse verantwortlich ist. Es scheint jedoch eine erbliche Komponente beteiligt zu sein.


Pyometra

Pyometra [Gebärmutter-Vereiterung ]
Meist handelt es sich bei einer schnell auftretenden Pyometra um eine örtliche Infektion, die zum Schluss einer Läufigkeit auftritt, wenn der Gebärmutterhals noch nicht keimdicht verschlossen ist. Dann vermehren sich die Keime, und ihre Gifte werden als Sekret ausgeschieden.
Die durch Bakterien entzündeten Stellen lassen die Drüsen erweitern und fördern eine Füllung der Gebärmutter mit eitrigen Sekreten. So entsteht eine typische Pyometra.

Schilddrüsenerkrankungen

Allgemeines

Die Schilddrüsen produzieren und speichern Thyroxin und Trijodthyroxin. Diese Hormone wirken auf den Stoffwechsel, die Organentwicklung, das Wachstum und auf Teile des Nervensystems.

1. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)

Die vermehrte Hormonproduktion bewirkt eine generelle Steigerung des Stoffwechsels. Sie ist eher selten und tritt häufig im Zusammenhang mit Schilddrüsenkarzinomen auf.

2. Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

Die Schilddrüse selbst kann nicht genügend Hormon produzieren.

Ursachen

Fehlernährung, Viruserkrankungen, Gewebeschrumpfung, Entzündungen, Tumore angeborene Schilddrüsenfunktionsstörungen

Symptome

Lethargie, Interessenlosigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis, verminderte Ausdauer: Ein noch junger Hund wirkt plötzlich sehr alt. trauriger Gesichtsausdruck, schmerzhafte Schluckstörungen, Wesensveränderungen (Reizbarkeit, Aggressivität), Kälteempfindlichkeit, aufgedunsenes Gesicht, Gewichtszunahme bei gleicher Futtermenge, Lahmheiten

Am Herz-Kreislaufsystem findet man:
verringerte Herzfrequenz, schwacher Puls, niedrige Körpertemperatur, kkalte Haut

Haut:
trockenes, sprödes, stumpfes Haarkleid, Schuppen, vorzeitiges Ergrauen, Haarverlust, Überpigmentierung der Haut, verzögerter Haarwechsel

Neurologische Störungen:
steife, langsame Bewegungen bis hin zu Lahmheit, Gesichtslähmungen, Störung des Gleichgewichtsorganes mit Kopfschiefhaltung, driftende Bewegungen, Kehlkopfstörungen mit Atemnot, Rasseln der Stimme, SStörungen der Speiseröhre duch Erschlaffung

Störungen der Fortpflanzung:
verminderter Geschlechtstrieb, Unfruchtbarkeit, Ausbleiben der Läufigkeit oder verlängerte Läufigkeitsblutung, vermehrt Aborte, Totgeburten oder resorbierte Föten, Scheinträchtigkeit Welpen einer erkrankten Hündin können mit Taubheit oder Herzfehlern geboren werden.

Meist treten nur einzelne Symptome auf. Eine endgültige Abklärung kann nur über den Tierarzt und entsprechende klinische Befunde erfolgen.

Behandlung

Gabe von Hormonen (z.B. L-Thyroxin) in Tablettenform, meist lebenslang!

Sebadenitis

Das ist nach "Klinik der Hundekrankheiten" eine Erkrankung mit gestörter Verhornung, verursacht durch eine chronische granulomatöse Entzündung und schliesslich Degeneration der Talgdrüsen. Folge sind progressiver Haarausfall und Seborrhoe, wobei als auffälliges Merkmal ganze Haarbündel samt der Haarwurzeln ausziehbar sind. Der Beginn ist oft am Schwanz und Kopf.

Spondylose

Bei der Spondylose handelt es sich um eine degenerative( nicht heilbare) sich langsam entwickelnde Wirbelsäulenerkrankung.
Die Knorpel zwischen den Wirbelkörpern verknöchern und führen somit zu einer Versteifung der Wirbelsäule.
Die Wirbel reiben aneinander und verursachen beim Hund bei jeder Bewegung Schmerzen.
Spondylosen können symptomlos sein, gehen jedoch meist mit Schmerzsymptomen, bis hin zu nervalen Ausfällen, einher.

Staupe

Die Staupe ist eine ansteckende Virusinfektion.
Symptome: Fieber, Erbrechen, Durchfall, Augenentzündungen, Schnupfen.
Das Staupevirus kann Schädigungen am Gehirn verursachen.
Symptome: psychische Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen.
Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen die Staupe zu schützen, ist die konsequente Impfung
.

Zuckerkrankheit

Einführung

Die Zuckerkrankheit, auch bezeichnet als Diabetes mellitus oder Zuckerharnruhr, ist eine hormonell bedingte Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Einhergehend mit einem erhöhtem Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) und einer Stoffwechselentgleisung, kann sie unbehandelt auch zum Tod des Hundes führen. Während Diabetes bei uns Menschen wohlbekannt und inzwischen so einer Volkskrankheit geworden ist, stellt sie beim Hund neben dem Cushing-Syndrom und der Schilddrüsenunterfunktion die häufigste hormonellbedingte Erkrankung da.

Physiologie

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der es durch verschiedene Ursachen zu einer Störung im Zuckerstoffwechsel des Körpers kommt. Der Blutzuckerspiegel muss stets in engen Grenzen gehalten werden, zu hohe Blutzuckerspiegel sind ebenso schädlich für den Organismus wie stark erniedrigte Werte und deshalb bedarf es einer strengen Steuerung. Eine Zentrale Rolle spielen dabei die Hormone Insulin und Glukagon, die beide in speziellen Zellen der Bauchspeicheldrüse, den sogenannten Langerhansschen Inseln, produziert werden. Diesen hormonproduzierenden Teil der Pankreas wird als endokrine Pankreas bezeichnet.

Die Hormon

Insulin auch bezeichnet als Bauchspeicheldrüsenhormon oder Inselhormon. Seine Aufgabe besteht v.a. darin den Blutzucker zu senken und Glukose in die Zelle einzuschleusen. Unser Hund nimmt über sein Futter verschiedene Zuckerarten und Stärke auf. Diese werden im Organismus so umgewandelt, das sie als Nährstoffe für den Körper nutzbar sind. Da nicht alles sofort vom Körper verbraucht wird, werden diese als eine Art Reserve v.a. in der Leber und Muskulatur gespeichert. Besonders hoch ist die Insulinausschüttung nach der Futteraufnahme

Glukagon auch bezeichnet als Hungerhormon. Wirkt als Gegenspieler zum Insulin und lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Dies geschieht v.a. dann, wenn der Blutzuckerspiegel unter einen bestimmten Wert abfällt. Durch die Ausschüttung von Glukagon aus der Pankreas werden die Reserven v.a. aus Leber und Mukulatur mobilisiert und gelangen wieder ins Blut.

Insulin und Glukagon fungieren stets als Einheit, beide Hormone regeln die Höhe des Blutzuckerspiegels und befinden sich ständig in wechselseitiger Aktivität!

Entstehung des Diabetes mellitus

Entstehung des Diabetes mellitus Bei der Einteilung der verschiedenen Diabetes-Typen, wie wir sie vom Menschen kennen, spielt die Ursache, d.h. wo genau befindet sich die Störung, eine Rolle. So unterscheidet man auch beim Hund zwischen Insulinabhängiger Diabetes mellitus, Insulinunabhängiger Diabetes mellitus und Sekundärer Diabetes mellitus.

Insulinabhängiger Diabetes mellitus entspricht dem Typ-1 Diabetes mellitus beim Menschen. Hier kommt es durch Zerstörung der hormonproduzierenden Inselzellen zu einem Mangel an Insulin. Die Ursachen sind bisher nicht geklärt, man vermutet aber eine genetische Veranlagung.

Beim Insulinunabhängiger Diabetes mellitus, handelt es sich um eine Insulinresistenz der Zielorgane d.h. die Zellen reagieren nicht mehr auf Insulin – die Glukose kann nicht mehr in die Zelle eindringen, der Blutzuckerwert steigt. Diese Form des Diabetes mellitus wird mit der Diabetes Typ-2 des Menschen verglichen, auch hier sind die Ursachen bisher noch unklar, wie beim vorherigen Diabetes vermutet man eine genetische Disposition, aber auch Übergewicht kann ein möglicher Auslöser sein. Diese Form des Diabetes ist aber bei Hunden seltener anzutreffen.

Sekundärer Diabetes mellitus tritt als Folge von anderen Erkrankungen auf z.B. infolge einer vorangegangenen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder Tumoren dieser. Auch andere hormonelle Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom oder eine Schilddrüsenunterfunktion können zu dieser Form des Diabetes führen. Ebenfalls eine Rolle spielen Hormone, die während der Läufigkeit im Körper vermehrt vorkommen. Aus diesem Grund kann es bei nicht kastrierten Hündinnen während der Läufigkeit zu einem Diabetes mellitus kommen

Symptom

Die Symptome die dem Hundebesitzer als erstes auffallen sind ein stark erhöhter Durst. Damit einhergehend vermehrtes Urinieren. Dieses Symptom ist die Folge vom Versuch des Körpers den überschüssigen Zucker im Blut auszuscheiden. Die Tiere haben einen gesteigerten Appetit, nehmen aber an Gewicht ab. Grund ist, das der Körper die ihm zugeführte Energie nicht mehr in die Zellen einschleusen kann und somit ein Energiedefizit entsteht. Der Hund erscheint müde und seine ''Leistungsfähigkeit sinkt ab. Wunden verheilen schlechter. Häufig kommt es zu einem grauen Star der Augen (diabetischer Katarakt) In schlimmeren Fällen z.B. wenn die Erkrankung nicht erkannt wird, kommt es zu Störungen des Allgemeinbefindens, die Tiere sind apathisch, leiden unter Appetitverlust, zeigen Erbrechen sowie Austrocknungserscheinungen und können im weiterem Verlauf sogar in ein Koma verfallen. Auffallend ist dann auch ein Acetonartiger Mundgeruch.

Welche Tiere sind besonders gefährde

Im allgemeinen können Hunde jeden Alters an Diabetes mellitus erkranken, allerdings ist es überwiegend eine Erkrankung älterer Tiere. Hündinnen erkranken prozentual häufiger als Rüden, nicht selten tritt die Erkrankung während der Läufigkeit in Erscheinung. Eine gewisse Rassedisposition scheint bei kleineren Hunden vorzuliegen v.a. Pudel und Dackel. Ebenso scheinen Hunde die an Übergewicht leiden häufiger zu erkranken.

Diagnose

Die Diagnose ob ein Diabetes mellitus vorliegt kann nur ein Tierarzt feststellen. Hierzu dienen v.a. Blut- und Urinuntersuchungen. Der Tierarzt wird dann auch auf mögliche andere Ursachen des Diabetes mellitus hin untersuchen.

Behandlung

Die Behandlung besteht darin, das der Hund wahrscheinlich lebenslang auf Insulingaben angewiesen ist, denn die Bauchspeicheldrüse selbst kann dieses Hormon nicht oder nur ungenügend selbst produzieren. Diese Behandlung ist v.a. für den Besitzer mit einer großen Verantwortung verbunden, denn letztendlich ist er es, der für die tägliche Verabreichung zuständig ist. Oft bedeutet dies eine Überwindung, denn das Insulin muss mit einer Spritze verabreicht werden. Ebenfalls zur Behandlung zählt eine entsprechende Diät, neben einer speziellen Zusammensetzung des Futters bestimmte Kohlenhydrate sollten vermieden werden, die Nahrung sollte rohfaserreich sein), sind Fütterungszeiten dabei ein wichtiger Faktor. Eine kontrollierte Fütterung, gleichmäßig über den Tag verteilt hilft, die richtige Einstellung der Insulingaben zu finden. Übergewichtige Tiere sollten auf jeden Fall an Gewicht abnehmen. Bei weibliche unkastrierten Hunden kann eine Kastration hilfreich sein. Die Therapie wird vom Tierarzt ständig überwacht, mit Hilfe von Kontrolluntersuchungen und der richtigen Insulindosis kann der Hund trotzt Diabetes ein normales Leben führen.













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